Poster

Verschiedene Poster im Format A2 oder A3 stellen die wichtigsten Erkenntnisse von Luwian Studies anschaulich dar. Wenn Sie an einem Satz Poster interessiert sind, kontaktieren Sie uns bitte!

211 Poster Reconstruction of Troy

Rekonstruktion von Ilion und Troja um 1200 v. Chr. (59,4 x 42 cm)

Künstlerische Darstellung von Troja auf der Basis von Beschreibungen aus historischen Quellen mit wörtlichen Zitaten aus der antiken und mittelalterlichen Literatur. © Christoph Haußner

Bei der bekannten Fundstätte „Troja“ handelt es sich nur um die Königsburg. Aller Wahrscheinlichkeit nach lag die Stadt in der Schwemmlandebene unterhalb der Burg. Dort sind ihre Ruinen heute noch unter rund fünf Meter Auelehm verschüttet. Zahlreiche Quellen von der Antike bis ins Mittelalter, die zum Teil auf dem Poster wörtlich wiedergegeben sind, liefern Anregungen, wie das eigentliche Troja beschaffen war. Die künstlerische Rekonstruktion orientiert sich an diesen Beschreibungen.


001 Poster Map of Western Asia Minor

Westkleinasien am Ende der Bronzezeit (29.7 x 42 cm)

Karte mit den 340 bekannten Siedlungen des 2. Jt. v. Chr. in Westkleinasien zusammen mit Talauen, Bodenschätzen und Handelswegen. © Eberhard Zangger

Mitarbeiter der Stiftung Luwian Studies haben in jahrelangen Literaturrecherchen insgesamt 340 Siedlungsplätze westlich des hethitischen Einflussbereichs ermittelt und erfasst. Nur zwei davon wurden großflächig ausgegraben und in einer westlichen Sprache publiziert: Troja und Beycesultan.


700 Poster Sea Peoples

Die Seevölker und ihre Zeitgenossen um 1200 v. Chr. (59,4 x 42 cm)

Rekonstruktion der äußeren Erscheinung der spätbronzezeitlichen Völkergruppen um das östliche Mittelmeergebiet auf der Basis von ägyptischen Grabmalereien und Fayencen. © Rosemary Robertson

Die einzelnen Völkergruppen unterschieden sich aufgrund ihrer Hautfarbe, Haartracht, Kleidung und Bewaffnung. Da die Darstellungen in den ägyptischen Wandmalereien und Fayencen recht spezifisch sind, lässt sich das Aussehen der Krieger gut rekonstruieren.


821 Poster The End of the Aegean Bronze Age

Bestehendes und vorgeschlagenes Modell zur Ägäischen Bronzezeit (29,7 x 42 cm)

Stark schematisierter Vergleich zwischen dem bestehenden Modell für die Verteilung der Kulturen am Ende der Bronzezeit und dem neu vorgeschlagenen. © Eberhard Zangger

Das zurzeit gültige Modell für die Ägäische Bronzezeit (oben) geht auf die 1920er Jahre zurück. Danach gab es drei Zivilisationen im Ägäisraum (die mykenische, die minoische und die kykladische) sowie das hethitische Großreich in Zentralkleinasien. Die ausgedehnte Region zwischen dem hethitischen Reich und den mykenischen Kleinkönigreichen enthielt nach diesem Modell keine nennenswerte Kultur. Dies, obwohl dort besonders reiche Erzvorkommen und viel fruchtbarer Ackerboden zu finden sind – und mit Troja auch die berühmteste archäologische Schichtfundstätte der Welt liegt. – Im neu vorgeschlagenen Modell zum Ende der Bronzezeit werden die seit langem bekannten Kleinkönigreiche in Westkleinasien erstmals berücksichtigt. Der Begriff „luwische Kultur“ fasst die Völker und Orte zusammen, die in der Mittleren und Späten Bronzezeit in dieser Region bestanden.


917 Poster Luwian Hieroglyphs

Luwische Hieroglpyhen (42 x 29.7 cm)

Die besterhaltene große Felsinschrift aus der Zeit des hethitischen Großreichs. © Oculus Illustration Gmbh

Diese luwische Hieroglypheninschrift an der westlichen Innenseite von Kammer 2 in Boğazköy (Hattuša) ist 1988 bei Ausgrabungen im Gebiet der SÜDBURG entdeckt worden. Sie ist ungefähr 4 Meter breit und 1,8 Meter hoch und die besterhaltene Inschrift aus der Zeit des hethitischen Großreichs. Die Zeichen treten reliefartig aus dem Kalkstein hervor, wie es für diese Inschriften üblich war. Der Text beginnt in der oberen rechten Ecke und erstreckt sich dann bustrophedon, das heißt, wie der Ochse pflügt. Die zweite Zeile (von links nach rechts) führt mit ovalen Symbolen acht Gottheiten auf. Die dritte Zeile nennt die Namen von Städten, die durch spitze Bergsymbole zu erkennen sind. Der Großkönig Šuppiluliuma soll diese Städte erobert haben; es ist aber noch unklar, ob der erste (1355–1320 v. Chr.) oder zweite Großkönig (1205–1192 v. Chr.) dieses Namens gemeint ist.


901 Poster Chronological Table

Zeittafel der Kulturen um das östliche Mittelmeer 1450-1150 v. Chr. (42 x 29,7 cm)

Chronologische Tafel von 1450 bis 1150 v. Chr. für die Länder um das östliche Mittelmeer mit den bekannten Regierungszeiten der einzelnen Herrscher. © Eberhard Zangger

Die 1994 erstmals vorgestellte Zeittafel mit Jahresangaben wurde zunächst heftig kritisiert – und tauchte bald in ähnlicher Form vielerorts auf. Damals lag die Fehlertoleranz noch bei rund fünf Jahren; heute sind es eher nur noch zwei Jahre. Für manche Ereignisse rückt sogar das Tagesdatum in greifbare Nähe. Diese Zeittafel zeigt auch, wie und wann die westkleinasiatischen Völker Syrien und Südostkleinasien angriffen (rote Pfeile), um dann etwas später selbst von den vereinten griechischen Heeren angegriffen zu werden (blaue Pfeile).


822 Poster Reception History

Rezeptionsgeschichte des Trojanischen Kriegs (29,7 x 42 cm)

Überlieferungen und Sichtweisen des Trojanischen Kriegs und des Endes der Bronzezeit im Wandel der letzten 3000 Jahre. © Eberhard Zangger

Nach der Zerstörung Trojas blieb die Erinnerung an die Stadt erhalten. Mehr als das, es kam zu einer Verehrung und Verherrlichung Trojas, die bis in die Zeit Shakespeares anhielt. Auf der Zeitachse sind die pro-trojanischen Geschichtsschreiber und Gelehrten rechts dargestellt. Nach der Belagerung Wiens durch osmanische Truppen entstand gezielt ein neues Weltbild, das sowohl die Bedeutung Trojas wie auch die der antiken Quellen herabspielte – und noch heute gültig ist.


222 Poster Satellite Image

Satellitenbild vom östlichen Mittelmeer (42 x 29,7 cm)

Überhöhte Topografie des östlichen Mittelmeergebiets. © Anton Balazh / Shutterstock

Diese Darstellung illustriert die Lage Kleinasiens an der Schnittstelle von drei Kontinenten und vier Meeren. Einerseits strömten kulturelle Einflüsse aus allen Richtungen nach und durch Anatolien, andererseits sorgte die komplizierte Geografie in vorgeschichtlicher Zeit für eine kleinräumige politische Aufteilung in Stadtstaaten und Kleinkönigreiche. Erst in historischer Zeit zählte Kleinasien zu verschiedenen Großreichen.


134 Poster Dardanelles

Einfahrt zu den Dardanellen (42 x 29,7 cm)

Perspektivische (und überhöhte) Ansicht der Einfahrt zu den Dardanellen mit dem Berg Ida im Osten und dem Marmara-Gipfel auf Samothraki im Westen.

Diese Darstellung mit Hilfe eines Geografischen Informationssystems soll deutlich machen, dass die Höhen des Idagebirges und der Insel Samothraki als Orientierungshilfe für die Schifffahrt in der Ägäis gedient haben könnten. Beide Berge sind bei klarem Himmel aus großer Entfernung sichtbar und im Frühling häufig sogar noch schneebedeckt. Es ist durchaus denkbar, dass diese Anordnung den Namen „die Säulen des Herakles“ trug, bevor er mit der Erweiterung des griechischen Weltbildes im 6. Jh. v. Chr. auf die Straße von Gibraltar übertragen wurde.


050 Poster Cross-Section trough Troy

Profilschnitt durch Troja und Ilion (42 x 29,7 cm)

Stratigrafisches Profil durch die Ebene von Troja und den Burghügel Hisarlık. © Eberhard Zangger

In dieser Darstellung wird erstmals die seit langem bekannte Schichtenabfolge auf dem Burghügel Hisarlık mit den in der Ebene erbohrten Sedimentablagerungen korreliert. Die Darstellung ist zehnfach überhöht. Sie zeigt, wie von vielen Artefakten und architektonischen Resten durchbohrte Schichten in 5 bis 6 Meter Tiefe in der Ebene verborgen liegen. Vieles weist darauf hin, dass es sich dabei um die verschütteten Ruinen der eigentlichen Stadt Troja handelt.


227 Poster Archaeological Sites Google Earth

Siedlungshügel des 2. Jt. v. Chr. In Westkleinasien (42 x 29,7 cm)

Vertikale Luftbilder von 16 bekannten und im 2. Jt. v. Chr. bewohnten Siedlungshügeln im Westen Kleinasiens. © Google, Digital Globe und CNES/Astrium

Die Senkrechtluftbilder, die von Google Earth zur Verfügung gestellt werden, vermitteln ein klares Bild davon, wie die charakteristischen Siedlungsplätze des 2. Jt. v. Chr. beschaffen waren. Die Menschen lebten konzentriert an bestimmten Orten, fast immer in der Nähe von Flüssen und fruchtbaren Ebenen. Die Siedlungshügel haben einen Durchmesser von 100 bis 500 Metern und sind zwischen 5 und 25 Meter hoch. Manche Orte waren über tausend Jahre lang bewohnt. Die Hügel entstanden, weil sich die Lehmziegel der Wohnhäuser allmählich auflösten und anschließend neue Gebäude darauf errichtet wurden.


245 Poster Luwian Tell Sites GIS

Siedlungsplätze in Westkleinasien (42 x 29,7 cm)

Lage der Siedlungshügel des 2. Jt. v. Chr. in Westkleinasien in einer 2,5-D-Sicht mit dem Geografischen Informationssystem ArcGlobe. © Fabian Müller

Der Archäologe und Mitarbeiter von Luwian Studies Serdal Mutlu hat für die 340 ermittelten Siedlungsplätze die genauen geografischen Koordinaten bestimmt. Diese wurden von Fabian Müller in ein Geografisches Informationssystem eingelesen, ausgewertet und hier in einer 2,5-D-Darstellung von Osten nach Westen blickend gezeigt. Die topografischen Informationen stammen von Shuttle Radar Topographic Mission Data (SRTM) und NASA Blue Marble: Next Generation.