{"id":24324,"date":"2026-07-12T16:58:50","date_gmt":"2026-07-12T14:58:50","guid":{"rendered":"https:\/\/luwianstudies.org\/historischer-roman-entfuehrt-in-die-welt-der-luwischen-laender\/"},"modified":"2026-07-12T16:58:50","modified_gmt":"2026-07-12T14:58:50","slug":"historischer-roman-entfuehrt-in-die-welt-der-luwischen-laender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/historischer-roman-entfuehrt-in-die-welt-der-luwischen-laender\/","title":{"rendered":"Historischer Roman entf\u00fchrt in die Welt der luwischen L\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p>Der Arch\u00e4ologie-Professor Bar\u0131\u015f G\u00fcr von der Dokuz Eylul Universit\u00e4t Izmir hat mit <em>Die zwei Priester des Heuschrecken-Gottes<\/em> einen historischen Roman (auf T\u00fcrkisch) ver\u00f6ffentlicht, dessen Handlung im westlichen Anatolien des 13. Jahrhunderts v. Chr. angesiedelt ist. Die Geschichte spielt w\u00e4hrend der Regierungszeit des hethitischen Gro\u00dfk\u00f6nigs \u1e2aattu\u0161ili III. und f\u00fchrt die Leser von Apasa (dem sp\u00e4teren Ephesos) \u00fcber Millawanda (Milet) und den Hafen von Ura bis in die hethitische Hauptstadt Hattusa. <\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stehen zwei M\u00e4nner aus einem Dorf bei Apasa, deren Schicksal sie quer durch Anatolien f\u00fchrt. Auf ihrer Reise begegnen sie den politischen Spannungen zwischen Arzawa und dem hethitischen Gro\u00dfreich, erleben den Fernhandel im \u00f6stlichen Mittelmeerraum und gewinnen Einblicke in Tempelwirtschaft, Karawanenwesen und den Alltag der sp\u00e4tbronzezeitlichen Gesellschaft. <\/p>\n<p>Bemerkenswert ist die sorgf\u00e4ltige Einbettung der Handlung in den heutigen arch\u00e4ologischen und historischen Kenntnisstand. Zahlreiche Orte, politische Akteure und Institutionen sind aus hethitischen Texten oder arch\u00e4ologischen Forschungen bekannt. Millawanda erscheint als bedeutender Hafen mit engen Beziehungen zur mykenischen Welt, w\u00e4hrend Hattusa als religi\u00f6ses und administratives Zentrum des hethitischen Reiches geschildert wird. Auch Themen wie Deportationen, internationale Handelsnetzwerke, Tempelorganisation und die Integration fremder Gottheiten in das hethitische Pantheon orientieren sich an den \u00fcberlieferten Quellen.   <\/p>\n<p>Obwohl die Handlung frei erfunden ist, vermittelt der Roman ein ungew\u00f6hnlich dichtes Bild der kulturellen und politischen Verh\u00e4ltnisse in Westanatolien unmittelbar vor dem Ende der Bronzezeit. Belletristische Werke, die diese Epoche und insbesondere die luwischen L\u00e4nder in den Mittelpunkt stellen, sind bislang selten. <\/p>\n<p>Bar\u0131\u015f G\u00fcr, 2026.  <em>\u00c7ekirge Tanr\u0131s\u0131\u2019n\u0131n \u0130ki Rahibi.<\/em> Arkeoloji ve Sanat Yay\u0131nlar\u0131, Istanbul.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Arch\u00e4ologie-Professor Bar\u0131\u015f G\u00fcr von der Dokuz Eylul Universit\u00e4t Izmir hat mit Die zwei Priester des Heuschrecken-Gottes einen historischen Roman (auf T\u00fcrkisch) ver\u00f6ffentlicht, dessen Handlung im westlichen Anatolien des 13. Jahrhunderts v. Chr. angesiedelt ist. Die Geschichte spielt w\u00e4hrend der Regierungszeit des hethitischen Gro\u00dfk\u00f6nigs \u1e2aattu\u0161ili III. und f\u00fchrt die Leser von Apasa (dem sp\u00e4teren Ephesos) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":24341,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":12,"footnotes":""},"categories":[70],"tags":[],"class_list":["post-24324","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichtenarchiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24324"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24324\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/luwianstudies.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}