Die 33. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Astronomie in der Kulturgeschichte (SEAC) fand vom 4. bis 8. September 2026 unter dem Titel „Star Lore in the Land of the Centaurs“ in Volos in der griechischen Region Thessalien statt. Auf der Konferenz präsentierte Eberhard Zangger, Präsident der Stiftung Luwian Studies und langjähriges Mitglied von SEAC, Ergebnisse einer laufenden Untersuchung mit dem Titel „Staging the Divine: Cosmology, Epiphany and Hydraulic Display at Eflatunpınar“. Das Forschungsprojekt führt er gemeinsam mit Dr. Alper Aşınmaz von der Goethe-Universität Frankfurt und Prof. Nermin Atila von der Hitit-Universität in Çorum (Türkei) durch.
Für Zangger war die Tagung zugleich eine Rückkehr an den Ausgangspunkt seiner Laufbahn als Geoarchäologe. Im Herbst 1982 hatte er im Rahmen seiner Diplomarbeit zusammen mit einem Kommilitonen zwei Monate lang Geländearbeiten in Volos durchgeführt, um die Veränderungen der Küstenlinie seit dem Neolithikum zu rekonstruieren. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind bis heute prominent auf den Schautafeln der archäologischen Fundstätte Dimini und in den Besucherbroschüren abgebildet.
Dr. Elisavet Nikolaou, Leiterin der Abteilung für klassische Altertümer der Ephorie Volos, führte Zangger an zwei Tagen durch die in den vergangenen Jahrzehnten freigelegten mykenischen Gebäude auf der Halbinsel Pefkakia und unterhalb der neolithischen Siedlung von Dimini. Das Foto zeigt ihn in den derzeit für Besucher gesperrten Überresten von Megaron A von Dimini-Iolkos.
Die Diskussionen auf der Konferenz und die Besichtigungen der Fundstätten boten zahlreiche Anregungen für die weitere Forschung. Aus den Gesprächen ergaben sich auch erste Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte und Veröffentlichungen.
